Anmerkungen zu Hochsensibilität

Wenn Hochbegabung als kognitiv gesteuertes Eigenwesen lenkbar ist, dann ist Hochsensibilität weitaus ungeschützter und damit schwerer zu handhaben. Bei Hochbegabung hilft der förderliche Umgang, bei Hochsensibilität nützt in den meisten Fällen eher das Lernen, durch Schutz- und Ruhemassnahmen das eigen Potential zu nutzen oder zumindest die Überforderung zu verhindern.

Dieses Anderssein und sich Andersfühlen birgt in sich, wie bei der Hochbegabung, zu andern Menschen irgendwie 'anders und damit distanziert' zu sein. Die Überwindung dieses 'Anderssein bzw. dieser Distanz' zu den andern Menschen lässt sich - je nach Zielsetzung - mit einer Situationsanalyse in beiden Situationen und auch in Situationen der Kombination von Hochbegabung und Hochsensibilität erfassen, strukturieren und für sich selber in nutzbare Herangehensweisen umsetzen.

Eine Situationsanalyse scheint erst einmal den Nutzen bei Techniken, Regeln, Verhalten etc. zu haben. Dabei verhilft es viel mehr, dass Sie als Mensch verstanden werden, dass man mit Ihnen kommunizieren und umgehen kann, dass Sie mit Menschen wieder verkehren können und Ihre Anliegen und Möglichkeiten moderat und damit erfolgreich anbringen können.

Es sind die Hochbegabten und Hochsensiblen, welche die Brücke zu den Menschen erbauen müssen, welche sie nicht erreichen und daher nicht verstehen können. Die Überwindung der Distanz zu den andern - das ist das Ziel für das Eigene.

Abgestimmt klingen.